Über die Entstehung von Beschwerden im Kausystem wurden viele Theorien entwickelt. Es kann jedoch keine konkrete Ursache identifiziert werden. Manchmal entstehen Beschwerden durch falsche Belastung, falschen Gebrauch (Knirschen oder Pressen) oder durch Überlastung (Kaugummi). Auch Stellungsanomalien des Unter- und Oberkiefers, der Zähne und Backenzähne können zu einer CMD führen. Neben den oben genannten Beispielen kommen auch Stress, falsches Zungenschluckverhalten und eine falsche Haltung/Position des Halses in Betracht, es kann aber auch auf falschen Gewohnheiten wie Zähneknirschen, Pressen, Nägelkauen beruhen Öffnungs- und Schließmuster sind eine wichtige Ursache und selbst wenn viele Backenzähne fehlen, kann dies zu einer Überlastung des Kiefergelenks führen. Bei einem falschen Öffnungsmuster, wenn sich der Kiefer zu früh nach vorne verschiebt und sich nicht zuerst dreht, treibt der Kieferkopf die im Gelenk liegende Bandscheibe zu schnell nach vorne, was zu sekundären Schmerzen unter anderem im hinteren Teil des Kiefergelenks führt Die Folge sind ausstrahlende Schmerzen, Triggerpunkte, blockierende und knackende Kiefergelenke etc. Darüber hinaus können Erkrankungen wie Gelenkrheumatismus oder psychische Verspannungen zu Beschwerden führen. [siehe auch MyoFeedback] Heutzutage geht man davon aus, dass es einen Komplex von Faktoren gibt, die CMD-Beschwerden verursachen. Diagnose und Behandlung Die Diagnose einer CMD wird in der Regel von Ihrem Hausarzt oder Zahnarzt gestellt. Wenn in Absprache mit Ihnen entschieden wird, dass eine Behandlung oder weitere Untersuchung notwendig ist, werden Sie an den auf Kieferfunktionsstörungen spezialisierten Physiotherapeuten überwiesen. Manchmal geht man jedoch mit Ohrenbeschwerden zum HNO-Arzt oder mit Kopfschmerzen zum Neurologen. Auf Wunsch verweisen diese Spezialisten Sie an einen Physiotherapeuten, der spezifische Kieferprobleme behandelt. Was macht der Kieferphysiotherapeut?