Kaakphysio

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Kieferphysiotherapie (Oro Faciale FT)...was ist das?

Wenn Sie leiden unter: Geräuschen im Kiefergelenk beim Kauen oder Bewegen des Unterkiefers, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, manchmal Schulterschmerzen, Schmerzen im Nacken, müden, „steifen/angespannten“ Kaumuskeln, Schwindel, Schmerzen in/vor der Kiefermuskulatur Ohr – schmerzhaftes, müdes Gefühl oder Krampf in den Kaumuskeln, eingeschränkte oder asymmetrische Mundöffnung – verschlimmert durch Essen, Sprechen, Gähnen usw. dann…. Sie haben wahrscheinlich „CMD“.

Was ist CMD?

Dies sind Symptome, die durch Anomalien und/oder Funktionsstörungen des Kausystems verursacht werden. Es handelt sich um (Schmerz-)Beschwerden, die vom Kiefergelenk und/oder der Kaumuskulatur ausgehen. Dieses Syndrom wird auch CranioMandibular Dysfunction (CMD) oder Temporo Mandibular Dysfunction (TMD) genannt. Ein voller Mund... Die Störung der normalen Funktion des Kausystems kann zu Problemen führen, beispielsweise beim Kauen, Gähnen, Essen, Sprechen, Öffnen des Mundes, Singen, Spielen von Musikinstrumenten usw.

Wie entsteht CMD?

Über die Entstehung von Beschwerden im Kausystem wurden viele Theorien entwickelt. Es kann jedoch keine konkrete Ursache identifiziert werden. Manchmal entstehen Beschwerden durch falsche Belastung, falschen Gebrauch (Knirschen oder Pressen) oder durch Überlastung (Kaugummi). Auch Stellungsanomalien des Unter- und Oberkiefers, der Zähne und Backenzähne können zu einer CMD führen. Neben den oben genannten Beispielen kommen auch Stress, falsches Zungenschluckverhalten und eine falsche Haltung/Position des Halses in Betracht, es kann aber auch auf falschen Gewohnheiten wie Zähneknirschen, Pressen, Nägelkauen beruhen Öffnungs- und Schließmuster sind eine wichtige Ursache und selbst wenn viele Backenzähne fehlen, kann dies zu einer Überlastung des Kiefergelenks führen. Bei einem falschen Öffnungsmuster, wenn sich der Kiefer zu früh nach vorne verschiebt und sich nicht zuerst dreht, treibt der Kieferkopf die im Gelenk liegende Bandscheibe zu schnell nach vorne, was zu sekundären Schmerzen unter anderem im hinteren Teil des Kiefergelenks führt Die Folge sind ausstrahlende Schmerzen, Triggerpunkte, blockierende und knackende Kiefergelenke etc. Darüber hinaus können Erkrankungen wie Gelenkrheumatismus oder psychische Verspannungen zu Beschwerden führen. [siehe auch MyoFeedback] Heutzutage geht man davon aus, dass es einen Komplex von Faktoren gibt, die CMD-Beschwerden verursachen. Diagnose und Behandlung Die Diagnose einer CMD wird in der Regel von Ihrem Hausarzt oder Zahnarzt gestellt. Wenn in Absprache mit Ihnen entschieden wird, dass eine Behandlung oder weitere Untersuchung notwendig ist, werden Sie an den auf Kieferfunktionsstörungen spezialisierten Physiotherapeuten überwiesen. Manchmal geht man jedoch mit Ohrenbeschwerden zum HNO-Arzt oder mit Kopfschmerzen zum Neurologen. Auf Wunsch verweisen diese Spezialisten Sie an einen Physiotherapeuten, der spezifische Kieferprobleme behandelt. Was macht der Kieferphysiotherapeut?

Der Kieferphysiotherapeut

Der Kieferphysiotherapeut untersucht zunächst die mögliche Ursache der Beschwerden. Die Behandlung kann dann aus Übungen und Erklärungen bestehen, mit dem Ziel, die Schmerzen zu lindern und sicherzustellen, dass der Kiefer wieder normal funktionieren kann. Das Verlernen falscher Mundgewohnheiten und Bewegungsmuster ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Zur Schmerzlinderung werden Massage- und Entspannungsübungen eingesetzt. MyoFeedback kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Arbeitsgruppe CranioMandibuläre Dysfunktion In manchen Fällen zeigt die Untersuchung durch den Physiotherapeuten, dass mehrere Disziplinen untersucht werden müssen. Sie können dann an die CMD-Arbeitsgruppe verwiesen werden. Die CMD-Arbeitsgruppe besteht aus einem Kieferchirurgen, einem Zahnarzt/Gnatologen (ein auf Kaufunktionsstörungen spezialisierter Zahnarzt), einem Physiotherapeuten (Orofazialtherapie) und einem Logopäden. Zusätzlich zu diesen Disziplinen muss möglicherweise auch ein Kieferorthopäde oder Psychologe tätig sein Hier werden Behandlungshinweise gegeben. Dieser Rat wird Ihnen und der Person, die Sie an die Arbeitsgruppe verwiesen hat, mitgeteilt. Da die Forschung in einem multidisziplinären Kontext stattfindet, besteht die Therapie oft aus einer Kombination verschiedener Behandlungen. Beispiele hierfür sind die Aufbisstherapie durch den Gnatologen, das Verlernen falscher Schluck-, Zungen- und Sprechgewohnheiten durch den Logopäden und die Wiederherstellung bzw. Optimierung der Funktion des Kausystems (Gelenk und Muskulatur) durch den Physiotherapeuten , unter anderem. Siehe in der linken Menüleiste. Zusammenarbeiten ! Um ein gutes Behandlungsergebnis zu erzielen, ist Ihre Mitarbeit und Ihr Engagement sehr wichtig; z.B. beim Verlernen bestimmter Gewohnheiten, durch das Tragen der Beißplatte oder Übungen!!! Nur wenn Sie sich dafür gut einsetzen, hat die Behandlung eine Chance auf Erfolg... Also tun Sie es!
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